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25.01.2019

Fellwechsel im Januar – Wie Sie Ihre Pferde dabei unterstützen können

Ab ca. Mitte/Ende Januar ist bei Pferden ein interessantes Phänomen zu beobachten. Während draußen noch eisige Temperaturen herrschen, beginnen einige Pferde bereits, Ihr Winterfell abzuwerfen. Eine körperliche Hochleistung für das Tier, die sie mit einigen Tipps wirkungsvoll unterstützen können.

Warum beginnen Pferde bereits so früh mit dem Fellwechsel?

Der hauptsächliche Auslöser für den Abwurf des Winterhaarkleides ist das Tageslicht. Wenn ab Mitte Januar die Tage wieder länger werden, ist das ein Signal für die Zirbeldrüße des Pferdes, mehr Melatonin zu produzieren. Dieses Hormon ist unter anderem für den Biorhythmus, die Fortpflanzung und den Fellwechsel verantwortlich.

Die Temperatur kann einen - wenn auch nicht ausschlaggebenden - aber einen zusätzlichen Einfluss auf den Fellwechsel haben. Durch einen starken Kälteeinbruch zum Beispiel kann der Wechsel ins Stocken geraten und vorübergehend langsamer werden. Zudem bedingt das Temperatur-Niveau auch die Länge und Dichte des Fells.

Stoffwechsel auf Hochtouren

Der Wechsel vom Winter- zum Sommerfell erfolgt meist relativ langsam, über mehrere Wochen hinweg. Grund dafür ist das stufenweise Abwerfen des Fells - angefangen mit den langen Deckhaaren und der dicken Unterwolle im Anschluss. Für die Bildung des neuen Haarkleides müssen im Körper des Tieres viele Eiweiße produziert werden – ein wahrer Kraftakt für den Stoffwechsel.

Zudem sind die Temperaturunterschiede, die sich zum Teil zwischen Tag und Nacht einstellen eine starke Belastung für Kreislauf und Immunsystem. Ein Grund dafür, dass die Tiere in dieser Phase oft angeschlagen sind oder sogar Gewicht verlieren. Mit einigen Maßnahmen können Sie Ihre Pferde aber wirkungsvoll unterstützen.

Was hilft Ihrem Pferd beim Fellwechsel?

Für die notwendige Eiweiß-Produktion während des Fellwechsels brauchen die Tiere ausreichend Fett, Spurenelemente und Vitamine. Besonders Zink ist jetzt wichtig, da es mitverantwortlich für die Bildung von Keratin ist, dem Hauptbestandteil der Haare. Ebenfalls essenziell sind Mangan, Schwefel, Kupfer, Biotin und Selen sowie Magnesium und Vitamin E. Sie wirken unterstützend für die Haut sowie das Zellwachstum und die Neubildung von Haaren.

Durch ein bedarfsgerechtes Zusatzfutter können Sie Ihre Pferde ausreichend mit diesen Elementen versorgen. Immer wieder empfohlen wird die Nahrungsergänzung mit Leinsamen, Leinsamenöl, Bierhefe, Kieselgur, Mariendistelöl und Sonnenblumenkerne. Achten Sie dabei auf möglichst natürliche Produkte und eine auf Ihr Tier abgestimmte Fütterung - denn viel hilft nicht immer viel.

Neben der Nahrungsergänzung unterstützen Sie Ihr Tier auch mit ausgiebigem Fell-Putzen. Dadurch wird das Pferd besser von losem, juckendem Fell befreit und erhält durch das Anregen der Durchblutung eine optimale Nährstoffversorgung von Haut und Haar.

Schlussendlich wirkt es natürlich bei jeder Belastung unterstützend, wenn das Pferd sich in seiner Umgebung wohlfühlt. Dazu gehören neben ausreichend Freiluftbewegung und Platz auch ideale Bodenbedingungen im Stall oder Paddock. Achten Sie darauf, dass er elastisch und scherfest ist und z.B. mit Hilfe von Paddockplatten eine optimale Wasserregulierung besitzt. So wird das Risiko für Schäden der Muskeln und Gelenke sowie für eine Keiminfektion durch feuchte Standbedingungen minimiert.