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30.11.2021

Ist mein Reithallenboden fit für den Winter?

Der Winter steht vor der Tür und erfordert auch bei Reithallenböden eine durchdachte Vorbereitung. Sowohl offene als auch geschlossene Reithallen sind mehr oder weniger von frostigen Temperaturen betroffen und sollten bereits im Herbst adäquat für den Winter angepasst werden.

Staubbildung und Bodenfrost verhindern

Eines der größten Probleme in Reithallen ist Staub. Aufgewirbelte Partikel werden von Pferden unmittelbar eingeatmet und führen zu Husten und Atemwegserkrankungen. Um dem entgegenzuwirken, kommen in vielen Reithallen Beregnungssysteme zum Einsatz. Viele Reithallen-Besitzer reduzieren jedoch im Winter die Bewässerung, da sie ein Gefrieren des Bodens befürchten. Ein Fehler, denn gerade im Winter sind die Atemwege der Tiere empfindlicher und damit anfälliger für reizende Fremdpartikel.

Eine ausreichende Bewässerung des Bodens ist also auch im Winter wichtig und sollte regelmäßig durchgeführt werden. Ein professionell befestigter Reithallenboden mit Paddockplatten wird das Wasser dabei zuverlässig ableiten, um Staunässe zu verhindern. Sind in der Nacht frostige Temperaturen zu erwarten, sollte der Boden in offenen aber auch in geschlossenen Reithallen vorher begradigt werden. Dadurch verhindert man, dass entstandene Löcher in der Nacht gefrieren und die Tretschicht zu einer gefährlichen Buckelpiste machen. Einmal entstanden, lässt sich eine so verhärtete, unebene Fläche nur schwierig wieder begradigen.

Um ein Einfrieren des Bodens zu verhindern, kann man außerdem die Tretschicht mit Zuschlagstoffen wie Fasern oder Textilhäckseln auflockern. Der organische Anteil des Bodens wird reduziert und Böden mit dieser Durchmischung gefrieren generell seltener.

Eine weitere Möglichkeit, Tretschichten aus Sand aufzulockern und das Risiko eines Bodenfrosts zu minimieren, ist Magnesiumchlorid. Das sowohl für Pferd als auch für Reiter unbedenkliche Salz bindet Wasser, nimmt Feuchtigkeit aus der Umgebung auf und gefriert erst bei -10 Grad Celsius. Zudem bindet es Staub und senkt damit die Belastung der Atemwege. Außerdem wirkt es nicht so aggressiv auf empfindliche Pferdehufe wie herkömmliches Salz.

Verteilt wird das Magnesiumchlorid per Hand oder per Düngestreuer mit circa 400-500 Gramm pro m² Fläche. In dieser Konzentration kann es das Gefrieren des Bodens zuverlässig eindämmen. Achten Sie darauf, das Magnesiumchlorid vor dem ersten Bodenfrost in den Boden einzuarbeiten - am besten mit einem Rechen oder Reitbahnplaner - und circa 10 Stunden einwirken zu lassen. Danach sollte der Boden noch einmal geglättet werden.

Als Ergebnis haben Pferd und Reiter nicht nur einen optimalen Boden, der auch im Winter als Reitfläche nutzbar ist, sondern auch einen gut durchfeuchteten, trittsicheren und elastischen Untergrund, der die Gelenke schont und keinen Staub bildet. Da das Magnesiumchlorid in der Halle auch nicht durch Regenwasser ausgeschwemmt werden kann, muss es meist auch nur einmal pro Winter nachgemischt werden. Der fehlende Schutz auf Außenreitplätzen erfordert dagegen ein häufigeres Nacharbeiten.

Fazit:

Um das Risiko eines Bodenfrosts in Reithallen zu minimieren, bieten Zuschlagstoffe und Salze zum nachträglichen Einarbeiten eine wirksame Lösung. Generell können Sie aber bereits bei der Wahl der Tretschicht auf besonders frostsichere Materialien achten.