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29.07.2020

Im Sommer die Winterpaddocks vorbereiten

Während der Koppelsaison im Frühjahr und Sommer werden Pferdeweiden und Wiesen ausgiebig als Auslauffläche genutzt. Im Herbst und Winter sind ihre Böden entsprechend überstrapaziert und versinken durch die schlechten Witterungsverhältnisse oft im Matsch. Für ihren täglichen Auslauf werden die Pferde deshalb in der kalten Jahreszeit größtenteils auf Paddocks gelassen, die jedoch gut auf die entsprechende Nutzung, die Drucklast und die schlechten Wetterbedingungen vorbereitet sein sollten. Um Ihren Pferden spätestens im Winter einen stabilen und sicheren Platz zu bieten, können Sie deshalb bereits im Sommer mit der Paddock-Vorbereitung beginnen.

Die richtige Größe des Winterpaddocks

Grundsätzlich sollte jeder Paddock so bemessen sein, dass die Pferde sich gut aus dem Weg gehen können und auch rangniedrigere Tiere gut an Wasser und Futter kommen. Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) empfiehlt für Ausläufe bestimmte Mindestgrößen. Eine Auslauffläche für 3-5 Pferde sollte beispielsweise mindestens 300 qm umfassen, um den Tieren auch ausgiebigere Bewegungen wie Galoppsprünge zu ermöglichen. Steht Ihnen also genügend Fläche zur Verfügung, sollten Sie entsprechende Größenverhältnisse bei der Vorbereitung des Winterpaddocks einplanen.

Trockene und sichere Fressplätze

Aufgrund der häufigeren Niederschläge ist es gerade im Herbst und Winter wichtig, Wassertränken und Futterplätze trocken zu halten. Die Tiere suchen diese Stellen mehrmals täglich auf und können den dortigen Boden zunehmend verdichten. Bei Regen kann sich dort schnell Matsch und Schlamm bilden, der aus den Flächen gefährlichen Rutschbahnen macht und in Kombination mit Urin und Mist zum Sammelbecken zahlreicher Keime wird. Im Winter können unbefestigte, nasse Stellen zudem gefrieren und damit ein hohes Verletzungsrisiko für Pferde darstellen.

Neben dem Boden an Futter- und Tränkplätzen sollte natürlich auch das Futter nicht nass werden und deshalb nicht auf dem Boden abgelegt werden, wo die Tiere es zusätzlich in den Matsch eintreten. Besser sind hier zum Beispiel Heuraufen mit Dach, die genügend Fressplätze für alle Pferde bieten. Dabei sind Heuraufen mit Palisaden für Pferde meist besonders sicher und angenehm, da sie ihre Köpfe freier bewegen können als bei Heuraufen mit Gitterstäben. Erschrecken sich die Tiere beispielsweise, schlagen sie nicht ihre Köpfe am Metall der Stäbe.

Die optimale Bodenbefestigung für Paddocks

Wie im Bereich der Futterplätze und Wassertränken sollte der Boden auch auf dem gesamten Paddock stabil, rutschfest und wasserdurchlässig gestaltet sein. Paddockplatten wie TERRA GRID E 35 haben sich dabei als besonders effizient bewährt. Sie bieten durch ihre Gitterstruktur eine optimale Drainagewirkung, bei der überschüssiges Regenwasser zuverlässig in die Tiefe abgeleitet wird und somit gefährliche Wasseransammlungen auf dem Paddock verhindert werden. Zudem können sie durch ihre integrierten Dehnfugen dauerhaften Druck adäquat ausgleichen und machen den Boden gleichzeitig flexibel und rutschfest.

Im Idealfall werden die Paddockplatten als Trennschicht bei einem sogenannten Dreischichten-Aufbau verlegt. Diese Bodenbefestigung aus Tragschicht, Trennschicht und Tretschicht sorgt langfristig für einen stabilen, wasserdurchlässigen Boden.
Als kurzfristige Lösung ist auch eine Verlegung ohne Unterbau direkt auf dem Mutterboden möglich. Größere Unebenheiten sollten dabei im Vorfeld ausgeglichen werden und der Boden sollte noch nicht zu sehr durchfeuchtet sein. Nach dem Verlegen werden die Platten mit Rundkiesel oder Sand verfüllt, um die gesamte Bodenbefestigung in sich zu stabilisieren.

Ist der Boden schließlich zuverlässig befestigt, sollte er im Herbst und Winter regelmäßig gepflegt werden. Das Absammeln von Pferdeäpfeln oder herab gefallenem Laub gehört zur täglichen Arbeit, um den Auslaufbereich hygienisch zu halten und lange Freude an einem sauberen, trockenen Boden zu haben.