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23.08.2021

Die optimale Tretschicht für Paddocks

Die Tretschicht muss als oberste Schicht auf dem Paddock zahlreiche Ansprüche erfüllen. Sie sollte den nötigen Komfort beim Gehen, Galoppieren und Liegen bieten, witterungsbeständig sein und Wasser zuverlässig ableiten können. Neben dem geeigneten Material ist dabei auch der zugrunde liegende Unterbau entscheidend.

Die Basis - der 3-Schichtaufbau

Die Qualität einer Tretschicht ist immer im Zusammenhang mit dem Unterbau zu bewerten. Eine minderwertige Bodenbefestigung kann nicht durch eine noch so gute Tretschicht aufgewertet werden. Dennoch ist beim Paddockbau an manchen Stellen immer noch von Varianten die Rede, die zwar kostengünstig sind, aber am Ende mehr Schaden als Nutzen bringen.

So gibt es die Methode, kostengünstig Vlies auf den Mutterboden zu verlegen, gefolgt von einer Tretschicht aus Sand. Dieser Aufbau wird schnell zum Problem, wenn sich Kot und Dreck mit der Zeit vom Sand nach unten zum Vlies bewegen und dort die Poren verstopfen. Die Folge sind undurchlässige Flächen, die das Wasser nicht mehr ableiten können und schnell zu rutschigen Matschböden werden. Zudem kann der aufkommende Bewegungsdruck den Vlies verschieben und aufstülpen, was zur Entstehung gefährlicher Stolperstellen führen kann.

Ein durchdachter, hochwertiger Aufbau ist zwar kostenintensiver, aber deutlich nachhaltiger und sicherer für Ihre Tiere. Als optimales Bodensystem für Paddocks hat sich der 3-Schicht-Aufbau mit Tragschicht, Trennschicht und Tretschicht bewährt. Die tragende, untere Schicht kann aus gröberem Material wie Schotter bestehen und sollte eine hohe Tragfähigkeit und Wasserdurchlässigkeit besitzen. Als Trennschicht kommen im Idealfall Paddockplatten aus Kunststoff zum Einsatz, die Tragschicht und Tretschicht voneinander trennen. Paddockplatten wie TERRA-GRID E 35 bilden dabei eine flexible, durchlässige Schicht, die das Wasser nicht nur zuverlässig weiter nach unten leiten sondern aufkommenden Bodendruck auch wirksam kompensieren. So befestigt bietet der Paddockboden eine solide, belastbare und wasserdurchlässige Basis für die Tretschicht.

Das Material

Wenn es um das Material für Tretschichten geht, setzen viele immer noch häufig auf Hackschnitzel. Sie bieten zwar den Vorteil, dass sie Wasser gut ableiten und bei Hitze und Trockenheit nicht zu sehr stauben, aber sie verwittern schnell und werden durch die Hufe zerrieben. Dies fördert das Verrotten, was in Verbindung mit den Ausscheidungen Ihrer Pferde vielen Keimen einen optimalen Nährboden bietet.

Eine nachhaltigere Tretschicht besteht aus Sand. Pferde bevorzugen das Material ohnehin aufgrund seiner Formbarkeit. Für den Einsatz als Tretschicht ist aber auch die Qualität entscheidend. Idealerweise sollte er keinen zu großen Lehmanteil haben, da der Boden sonst schnell verdichten kann. Lehm im Sand staubt zudem bei Trockenheit. Eine ähnliche Gefahr besteht bei zu feinem Sand, der schneller verdichtet als grober Sand. Optimal ist eine Körnung von 0,2-0,4 mm und nur ein minimaler beziehungsweise bestenfalls gar kein Lehmanteil.

Haben Sie einen entsprechend geeigneten Sand gefunden, ist eine Schicht von circa 2-4 cm zu empfehlen. Dadurch entsteht eine adäquate Schicht, die formbar aber stabil bleibt und überschüssiges Wasser ableitet. Wird der Boden zudem regelmäßig abgeäppelt, finden Ihre Pferde ideale Bedingungen für ein angenehmes und sauberes Gefühl beim Laufen, Stehen und Liegen.

Vorsicht ist beim Zusetzen von Zuschlagstoffen geboten, da Pferde dazu neigen, diese zu fressen. Nutzen Sie also reine Sandmischungen und achten Sie wie erwähnt darauf, Ihre Tretschicht regelmäßig vorsichtig abzuäppeln und glatt zu ziehen. Neben mehr Hygiene gewinnt sie dadurch auch deutlich an Langlebigkeit.