Aktuelle Neuigkeiten in unserem Blog

zurück
06.10.2020

Die optimale Bodenbefestigung im Offenstall

Ein artgerechter, naturnaher Offenstall besteht aus mehreren Bereichen, die das Sozialverhalten der Tiere berücksichtigen und dabei unterschiedliche Anforderungen bei der Gestaltung haben. Neben einer durchdachten Flächenaufteilung ist dabei auch die Bodenbefestigung entscheidend. Sie sollte optimal auf die jeweilige Nutzung und die Lage im Innen- oder Außenbereich abgestimmt sein.

Häufige Probleme bei Offenstall-Böden

Offenställe haben in der Regel eine Innenanlage mit Ruhe- und Liegeflächen sowie Außenbereiche mit Paddock-Ausläufen, Futter- und Tränkplätzen. Da die Ausläufe durch die Bewegung der Tiere mit der Zeit verdichtet werden und sämtlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt sind, können sie bei Dauerregen schnell im Matsch versinken und zu einer Brutstätte zahlreicher Keime werden. Stehen die Pferde zu lange auf den Schlammflächen und bleiben die Hufe dauerhaft feucht, entstehen schnell schmerzhafte und langwierige Krankheiten wie Mauke oder Strahlfäule. Hinzu kommt im Winter die Gefahr von Glätte und damit das Risiko von gefährlichen Rutschflächen und Stolperfallen. Der Boden ist nicht trittsicher und bietet keinen adäquaten Auslauf, auf dem die Tiere Ihrem Bewegungsdrang unbeschwert nachgehen können.

Je nach vorhandener Überdachung und Bodenbeschaffenheit unterliegen auch Futterbereiche und Tränken zunehmender Bodenverdichtung, Nässe und Verunreinigung. Ohne einen festen Untergrund können die Flächen nur schwer von verstreutem Futter gereinigt werden. Zudem bilden sich ohne eine Bodenbefestigung mit guter Drainagewirkung schnell matschige und verkeimte Bereiche, die Krankheiten verursachen können.

Im Inneren des Offenstalls müssen die Flächen besonders hygienisch, trocken und komfortabel sein, damit die Tiere optimal ruhen können und Krankheiten vorgebeugt wird. Die Pferde liegen gern weich, warm und trocken, um ihre Gelenke und Muskeln zu erholen. Feuchte, verdreckte oder gar rutschige Flächen bieten den Tieren keinen einladenden Boden zum Ruhen.

Auch die Übergangsbereiche zwischen Innen und Außen unterliegen besonderen Anforderungen. Durch die unterschiedlichen Beläge auf Paddocks und Ruhebereichen entstehen nicht selten Trittkanten, über welche die Pferde stolpern können. Zudem kann Material wie Stroh-Einstreu aus dem Innenraum auf die Ausläufe getragen werden und dadurch die Tretschicht stören.

Wetterfeste Ausläufe und Futterplätze mit Paddockplatten

Um den Tieren langfristig einen dauerhaft trockenen und trittfesten Paddock sowie saubere, matschfreie Futter- und Trankstellen zu bieten, hat sich eine Bodenbefestigung mit Paddockplatten bewährt. Durch die Gitterstrukturen wird überschüssiges Wasser zuverlässig in tiefere Bodenschichten geleitet und gleichzeitig für Trockenperioden gespeichert, um den Grund flexibel zu halten. Die natürliche Bodenfunktion wird unterstützt, die Flächen bleiben trocken und lassen sich leichter säubern und pflegen. Aufkommende Drucklasten werden zudem durch Paddockplatten TERRA GRID E35 zuverlässig abgefangen und garantieren einen stabilen, elastischen Boden mit größtmöglicher Trittsicherheit.

Paddockplatten sind somit die wichtigsten und sinnvollsten Elemente der Bodenbefestigung eines Paddocks und sollten bei starker Belastung durch Fahrzeuge z.B. zur Futterbereitstellung mit Unterbau verlegt werden. Die nachhaltigste und langfristig wirtschaftlichste Variante ist dabei die 3-Schichtbauweise. Sie gewährleistet einen optimalen Grad an Stabilität, Elastizität und Wasserdrainage und besteht aus einer unteren Tragschicht, einer Trennschicht und einer oberen Tretschicht. Paddockplatten fungieren dabei als ideale Trennschicht, um Trag- und Tretschicht voneinander zu trennen, Wasser in die Tiefe zu leiten und Druck zuverlässig abzufangen. Darunter kann die Tragschicht aus wasserdurchlässigen Schotter eingearbeitet werden und über der Trennschicht eine stabile Tretschicht aus Sand oder Rundkiesel.

Alternativ kann die Befestigung des Paddocks auch ohne Unterbau mit Paddockmatten TERRA-GRID E35+ erfolgen, als Verbindung des bewährten Gitters und einer Trennplatte, welche den Schlamm zuverlässig unten hält und gleichzeitig das Ablaufen von Oberflächenwasser ermöglicht.

Bodenbefestigung im Inneren des Offenstalls

Die Innenbereiche einer Offenstallanlage dienen den Pferden als Ruhe- und Verweilorte und haben deshalb besondere Ansprüche an die Bodenfläche. Sie sollte wärmedämmend, hygienisch und trocken sein, um den Tieren einen optimalen Rückzugsbereich zu bieten. Welche Arten der Bodenbefestigung sich hier besonders eignen, werden wir ausführlich in unserem nächsten Blogartikel erläutern.