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18.09.2021

Der richtige Boden in der Stallbox

Weich, verformbar, wärmedämmend und hygienisch - der Boden einer Stallbox sollte idealerweise jede dieser Eigenschaften erfüllen. Nur dann fühlen sich Ihre Tiere wohl, legen sich gern nieder und ruhen auf einem keimfreien Untergrund. Erfahren Sie welche Bodenlösungen diese Ansprüche erfüllen und welche Systeme für Offenställe oder Boxenställe geeignet sind.

Beton, Holz oder Naturboden - Die Basis

Beim Bau von Boxenställen wird der Boden sehr häufig in Beton gegossen oder mit Betonpflastersteinen verlegt. Idealerweise wird dabei auf ein gewisses Gefälle geachtet, damit überschüssiges Wasser zuverlässig abfließen kann. Zudem sollte der Beton danach angeraut werden um Pferdehufen einen besseren Halt zu geben.
Die Kosten für einen Betonboden sind vergleichsweise gering und er bietet einen widerstandsfähigen, pflegeleichten Untergrund. Eine dicke Einstreu oder Gummimatten sind dennoch ein Muss, da der harte, kalte Beton allein kein geeigneter Boden zum Stehen und Liegen ist.

Im Gegensatz dazu ist Holz als Bodenbasis für Ihre Tiere deutlich angenehmer. Das Naturmaterial ist weicher, isoliert besser gegen Kälte und benötigt daher weniger Einstreu als ein Betonboden. Nachteil ist dagegen, dass Holz bei Feuchtigkeit dazu neigt zu schimmeln. Zudem werden die Fugen zwischen den Brettern oder Holzblöcken schnell zu Sammelpunkten für Dreck und Futterresten und das Material ist recht kostenintensiv. Wie sich Vor- und Nachteile hier aufwiegen, liegt am Ende vor allem an den Prioritäten des Stallbesitzers. So angenehm ein Holzboden für Ihre Tiere ist, so teuer und aufwendig bei der Pflege kann er sein. Die Entscheidung ist somit nicht immer einfach.

Ist man Besitzer eines Offenstalls, wird man als Untergrund unter anderem den vorhandenen Naturboden belassen. Aber auch hier sind, wie nachfolgend aufgeführt, einige Faktoren zu beachten, damit der Boden trocken, sauber und komfortabel bleibt.

Paddockplatten im Offenstall

Entscheidet man sich dafür, den Boden seines Offenstalls nicht zu betonieren oder anderweitig zu befestigen, sind Paddockplatten eine hervorragende Lösung um den vorhandenen Naturboden zu optimieren. Paddockplatten wie TERRA-GRID E 35 können direkt auf dem Boden oder auf eine vorher aufgebrachte Schotterschicht verlegt werden. Die Kunststoffgitter werden mit Rundkiesel oder Sand verfüllt und bilden einen ebenen, hochbelastbaren Untergrund. Paddockmatten bilden eine gute, wasserdurchlässige Schicht, die Flüssigkeit optimal nach unten leitet. Zudem besitzen sie Noppen, die einen festen Halt bieten.

Als Alternative zu Paddockplatten können auch Gummimatten zum Einsatz kommen. Hier gibt es Varianten, die auch für unbefestigte Naturböden geeignet sind und eine entsprechend rutschfeste Unterseite besitzen. Sie bilden eine wärmedämmende, weiche und rutschfeste Unterlage und lassen sich gut reinigen. Eine Einstreu ist allerdings auch hier nötig, da diese Kot und Urin besser aufnehmen kann und Pferde natürliche Materialien grundsätzlich bevorzugen. Mit Gummimatten oder Paddockplatten können Sie die Einstreu insgesamt jedoch deutlich reduzierter einsetzen als zum Beispiel bei Beton. Sie können zudem bei betonierten oder mit Holz befestigten Offenstallböden plan auf dem Untergrund verlegt werden.

Der Boden im Boxenstall

Die meist betonierten oder mit Holz befestigten Böden in traditionellen Boxenställen werden heute häufig mit Gummimatten bzw. Stallmatten ausgelegt, um die Einstreu zu reduzieren sowie Komfort und Pflegeaufwand zu optimieren. Sie können wie erwähnt direkt auf dem Boden verlegt werden und punkten meist mit einer hohen Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit. Durch die geringere Einstreu sowie die gleichmäßigen Oberflächen lassen sie sich zudem besser reinigen.

Gummi als Belag kann mittlerweile auch in Form von Flüssiggummi auf den Boden gebracht werden. Diese neuere Form der Bodenbefestigung wird wie Beton gegossen und bildet dadurch eine gleichmäßige Fläche ohne Fugen. Ist der Flüssiggummi einmal fest, ist er ein extrem robuster Bodenbelag, der elastisch, rutschfest sowie wärme- und schalldämmend ist. Wie auch die Gummimatten lässt er sich einfach mit einem Besen oder Wasserschlauch reinigen und benötigt weniger Einstreu als ein reiner Beton- oder Holzboden.

Fazit

Für welchen Boden Sie sich für Ihren Boxen- oder Offenstall entscheiden, hängt vor allem von Ihren Ansprüchen ab. Eine Befestigung mit Beton ist die vergleichsweise günstigste Variante, der kalte und harte Boden muss aber durch relativ viel Einstreu ausgeglichen werden. Paddockplatten, Gummimatten und Flüssiggummi bieten dagegen zahlreiche Vorteile und können Einstreu reduzieren. Der Kostenpunkt liegt hier allerdings deutlich höher. Auch Holz ist vergleichsweise teuer, aber punktet als Naturmaterial. Eine Universalempfehlung gibt es am Ende nicht, die Wahl des Bodenbelags sollte immer individuell hinsichtlich Kosten und Nutzen durchdacht sein.

Bild von nastogadka auf Pixabay